FLORIAN HESSEN, Ausgabe 1/2020

FLORIAN 1 | 2020 7 BRANDHEIß sowie Repräsentanten des Landesfeuerwehrverbands und von Hilfsorganisationen an der Veranstaltung teil. „Runde Tische KRITIS“ im Katastrophenschutz Für den Katastrophenschutz stehen die Folgen von Versorgungs- ausfällen für die Bürgerinnen und Bürger im Fokus. Klar ist, dass Maßnahmen des Krisenmanagements nur dann erfolgreich sein werden, wenn diese im Vorfeld einer Lage dezidiert vorbereitet wurden. Besonders deutlich wurde in der Diskussion die hohe Be- deutung von Runden Tischen, an denen KRITIS-Betreiber und Ka- tastrophenschutzbehörden regelmäßig zusammenarbeiten. Sie bieten die notwendige Plattform, um die lokal relevanten sektor- und branchenübergreifenden Abhängigkeiten gemeinsam auszu- loten sowie um sich gegenseitig über die bei Unternehmen und KatS-Behörden vorhandenen Hilfeleistungsressourcen und -be- darfe zu unterrichten. Da sich die Krisenmanagementstrukturen von KRITIS-Betreibern und der staatlichen Gefahrenabwehr teils erheblich unterscheiden, können in diesem Rahmen zudem die jeweiligen Besonderheiten vorgestellt und Modi der Zusammenar- beit festgelegt werden. Auch lernen sich durch diese Form der Netzwerkarbeit die jeweiligen Ansprechpartner (besser) kennen und es können sukzessive weitere Themen ausgetauscht wer- den – vom Stand der technischen Vorbereitungen (Notstromag- gregate, Kommunikationstechnik etc.), über die krisenbezogene Personalplanung, die Kommunikation im Krisenfall und Alarmie- rungsroutinen bis hin zu gemeinsamen Konzepten zur Alternativ- versorgung der Bevölkerung. Mit der Veranstaltung konnten die vielfältigen Aktivitäten des Landes zur Vorbereitung auf einen langanhaltenden, großflächi- gen Stromausfall – wie die Rahmenempfehlungen zur Einsatzpla- nung Stromausfall, die KatS-Ausstattungsoffensive mit rund 66 Millionen Euro (seit 2008) inkl. der Beschaffung von Stromer- zeugern und dem Symposium für KatS-Behörden – fortgeführt werden. Das HMdIS wird die Fragen der Versorgungssicherheit sowie der aktuellen Bedrohungen und Gefahren für KRITIS weiter im Blick behalten. Die gute Zusammenarbeit von Staat und Wirt- schaft beim Schutz Kritischer Infrastrukturen in Hessen ist dabei die Basis zukünftiger Bestrebungen. T EXT : D R . M ARTIN S CHMIDT , HM D IS – R EFERAT K ATASTROPHENSCHUTZ , K RISENMANAGEMENT , K RISENSTAB DER L ANDESREGIERUNG F OTOS : M ARKUS W IEGAND , HM D IS – H ESSEN C YBER C OMPETENCE C ENTER Neben Innenminister Peter Beuth (rechts) nahmen an der Veranstaltung auch Vertreter aus den Bereichen IT-Sicherheit sowie Brand- und Katastrophenschutz teil.

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