Interkultureller Berater

In den hessischen Freiwilligen Feuerwehren engagieren sich noch relativ wenig Menschen mit Migrationshintergrund. Da die Freiwilligen Feuerwehren aber allen Menschen helfen, ganz unabhängig von deren Hautfarbe oder Religion, sollte sich auch der Querschnitt der Gesellschaft in ihnen wiederfinden. Für diese Teilhabe müssen die Freiwilligen Feuerwehren auf die Migrantinnen und Migranten zugehen, diese wiederum müssen bereit sein, sich einzubringen. Daher ist ein wesentlicher Bestandteil der Integrationskampagne die Gewinnung und Schulung von „Interkulturellen Beraterinnen und Beratern Feuerwehr“ (IkBF), die in beide Richtungen informieren und vermitteln sollen.

Seit 2016 arbeitet das Land gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband an einer Integrationskampagne. Ein Aspekt der Kampagne war und ist die Einrichtung von Interkulturellen Beraterinnen und Beratern Feuerwehr (IkBF) auf Ebene der Kommunen. In den hessischen Freiwilligen Feuerwehren engagieren sich noch immer relativ wenig Menschen mit Migrationshintergrund. Da die Freiwilligen Feuerwehren aber allen Menschen helfen, ganz unabhängig von deren Herkunft oder Religion, sollte sich auch der Querschnitt der Gesellschaft in ihnen wiederfinden. Um den Freiwilligen Feuerwehren bei ihrem Engagement, Menschen mit Migrationshintergrund über das Ehrenamt und den Brandschutz im Allgemeinen zu informieren und für die wichtige Arbeit zu sensibilisieren, eine finanzielle Unterstützung gewähren zu können, wurde die Förderrichtlinie überarbeitet.

Die seit 18. Juni 2017 geltende Förderrichtlinie wurde nicht in Anspruch genommen und hat sich somit nicht bewährt. Deshalb wurde im Oktober 2018 die Richtlinie überarbeitet und in die Anhörung gegeben.

Ziel der neuen Förderrichtlinie soll es sein, nicht nur ausgebildeten und benannten Interkulturellen Beraterinnen und Beratern eine Zuwendung zu Projekten zu gewähren, sondern auch anderen in der Integrationsarbeit engagierten Feuerwehrangehörigen die Möglichkeit zu bieten, Mittel für Projekte zu beantragen. Jedoch soll es in der Höhe der Zuwendung eine Abstufung geben, sodass der Anreiz erhalten bleiben soll, sich in den beiden Seminaren an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in interkultureller Kompetenz fortbilden zu lassen.

Im Gegensatz zur derzeit geltenden Förderrichtlinie sollen nur noch Sachausgaben bezuschusst werden. Diese richten sich nach Art, Dauer und Umfang der Maßnahme sowie der Person, die diese umsetzt, wie folgt:

  1. für ein einmaliges Projekt eines nicht analog zu einem IkBF ausgebildeten Feuerwehrangehörigen bis zu 500 Euro,
  2. für ein einmaliges Projekt eines ausgebildeten IkBF bis zu 1.000 Euro,
  3. für ein Dauerangebot eines nicht analog zu einem IkBF ausgebildeten Feuerwehrangehörigen bis zu 1.000 Euro,
  4. für ein Dauerangebot eines ausgebildeten IkBF bis zu 2.000 Euro.

Für die Beantragung soll das ebenfalls eingestellte Formular genutzt werden.

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